Beiträge von Mathilde

Deutsch muss sterben

Slime hat eben noch immer Recht. Ihr Titel Deutschland muss sterben bezieht sich zwar auf ein Nazi-Denkmal in Hamburg. Aber die Forderung des Songs ist auch heute notwendig. In Zeiten, in denen Deutschland meint, seine Vergangenheit bewältigt zu haben und etwa das Deutsche Historische Museum dafür kritisiert wird, dass es den NS als gesamtgesellschaftliches Phänomen der Deutschen in seiner neuen Ausstellung Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Gewalt darstellt und damit eben nicht Hitler als den Verführer und alleinigen Schuldigen an der Ermorderung von 6 Millionen Jüd_innen. Anlass für diesen Artikel ist aber nicht ein erneuter rassistischer Übergriff, Brandanschlag oder eine Nazi-Demo, sondern ein Artikel in der sonst so antideutschen Wochenzeitung Jungle World, nämlich der Kommentar Der Campus im Ghetto von Birgit Schmidt. Dabei möchte ich mich in die Reaktionen und Kommentare bei Facebook und Twitter einreihen und etwas näher auf den Inhalt des Jungle World-Beitrags eingehen. Denn der im Duktus einer Kristina Köhler daherkommende Kommentar ist mir einfach zu deutsch. (mehr…)

Nicht geloben, sondern gedenken!

Zwei wichtige Termine stehen an diesem 20. Juli wieder auf der Agenda. Beide haben mit Waffengewalt zu tun. Doch während die eine Veranstaltung neue Täter einschwört, erinnert die andere an ein Opfer. Gemeint sind das Feierliche Gelöbnis der Bundeswehr in Berlin und der neunte Todestag von Carlo Giuliani, der bei Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua 2001 von der Polizei erschossen wurde. (mehr…)

Neulich im U-Bahnhof…

… Möckernbrücke war dieses Plakat zu sehen. (mehr…)

Extremismus ohne Ende

Hoch inflationär schwirrt der Extremismus-Begriff seit ein paar Monaten erneut durch die politische Landschaft. Vor allem seit Bundesministerin Kristina (Köhler) Schröder, die sich selbst als Expertin für Extremismus und Integration betrachtet, an die Spitze der Schatzkammer vieler antifaschistischer Projekte und Organisationen geraten ist. Was dabei herauskommen kann… (mehr…)

Polizei fängt Gentrifizierungsungeheuer

Da haben wir mal wieder ein sehr schönes Beispiel für ein Oxymoron: Volker Ratzmann schlägt allen Ernstes vor, dass die Polizei mit ihrem Wissen, das besser sei als jenes so mancher zuständiger Senatsverwaltung, die Gentrifizeriung bekämpfen soll bzw. stärker bei der Lösung sozialer Konflikte einbezogen werden sollte. Das sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus auf dem Landesdelegiertentag der Gewerkschaft der Polizei. (mehr…)

Wahl ohne Wahlvolk

Am Montagnachmittag traf sich die Kiezgemeinde in den geheiligten Räumlichkeiten der Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz, um nach zwei Jahren einen neuen Quartiersrat für das Quartier rund um die Neuköllner Schillerpromenade zu wählen. Neben den 33 Kandidat_innen kamen ungefähr 40 Schaulustige. Aber nicht alle Interessierten waren willkommen. (mehr…)

Mehr „Stadt für alle“

Unter dem Motto Stadt für alle luden am gestrigen Donnerstag (15.04.) Klaus Wowereits und Ingeborg Junge-Reyers die Presse ein, um gemeinsame Aktionstage von Reclaim Tempelhof, Mediaspree entern und der Anti-Liegenschaftsfonds-Gruppe der Wir bleiben alle-Kampagne für die kommenden Monate vorzustellen. Dabei ging es um die Eroberung des Tempelhofer Feldes am 8. Mai, den Störungs- und Aneignungs-Aktionstag entlang dem Spreeufer am 5. Juni sowie weitere Besetzungsaktivitäten auf privatisierungsbedrohtem Gelände. (mehr…)

Information, Präsenz und Widerstand

Der Zuspruch für die fünfte selbst organisierte Stadtteilversammlung im Schillerkiez, die am Montagabend stattfand, war erneut groß. Mit 70 bis 80 Personen war die Kneipe Lange Nacht in der Weisestraße prall gefüllt. Der Abend verlief zum Teil recht emotional, was aber auch zeigt, daß im Schillerkiez nicht nur die autonome Szene engagiert ist. (mehr…)

Mit RandNotizen für Schlagzeilen sorgen

Die Anwohner_innen des Schillerkiezes in Neukölln sind zur Zeit besonders engagiert und diskutieren umfangreich über die Entwicklung ihres Umfeldes. Dies zeigt sich in den Aktivitäten von Tempelhof für alle, Reclaim Tempelhof, der Kampagne zu Kein Ort für Nazis und der neuen Stadtteilzeitung RandNotizen, deren erste Ausgabe Ende März erschien. (mehr…)

השמוק – Ein Guido für die weiße Mitte

Schmock ist die Bezeichnung für einen Menschen, der durch ein rechthaberisches, belehrendes oder durch ein opportunistisches Verhalten negativ auffällt. Der Schmock ist nach langläufiger Auffassung häufig eitel oder arrogant. Gleichzeitig gilt er aber als mäßig intelligent, nicht gerade gutaussehend und wenig geistreich. Die Bezeichnung dürfte nach diesem Verständnis auch sehr gut auf den Noch-Sozialdemokraten Thilo Sarrazin passen, der ALG II-Beziehern Kaltduschen empfiehlt und biologistische Vererbungslehre propagiert. (mehr…)