Archiv der Kategorie 'Antifa / Antina / Antira'

„Wer zu uns scheiß‘ Deutscher sagt, hat bei uns nix verloren!“

Wagner, Koch, Schröder und die braunkonservativen Bürger_innen wollten schon vor drei Jahren das Beschimpfen von Mehrheiten zur schweren Straftat konstruieren. (mehr…)

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Deutschland feiert heute den Tag der Maueröffnung. Erinnerung an den Antisemitismus mitten in den Städten wird es nur marginal geben. Die Pogrome sind längst vergessen. Der nationale (Einheits-) Taumel duldet Deutsche nicht als Täter_innen. Der 9. November verknüpft aber sowohl die deutsche Vernichtungspolitik als auch die imaginierte nationale Passion. Es ist Zeit, daß Deutschland nix mehr zu feiern hat!

Ultràs, Nazis, antibürgerliche Mentalität und emanzipatorische Ansätze

Hier ist nun der zweite Teil des Gesprächs mit Mr. Altravita, der das Buch Tifare contro von Giovanni Francesio zur Geschichte der italienischen Ultras übersetzt hat. (mehr…)

Das Inferno Cottbus lebt – Unbedrängt von den Fans und vom Verein

Im Jahr 2002 wurde von Cottbusser Vereinsseite der rechtsoffenen (Ultrà) Gruppe Inferno Cottbus ein Betätigungsverbot im eigenen Stadion auferlegt. Außerdem erwägte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) ein ebensolches auch in den im Verband organisierten Vereinen und ihren Stadien. Hintergrund des in Fankreisen immer wieder als Verbot bezeichneten eingeschränkten Betätigungsverbots in zahlreichen Stadien war, so ist zumindest die Legende der Infernoist_innen, der Einsatz von Pyrotechnik durch einzelne Cottbusser_innen beim Ostderby gegen Hertha BSC. Der Sicherheitschef von Energie hatte eine Blockfahne mit brennendem Berlin verboten. Aufgrund des Frustes soll es dann im Heimblock zu Ausschreitungen gekommen sein. (mehr…)

„FC Union! Uns‘re Liebe! Uns‘re Mannschaft! Unser Verein! Union Berlin!“

Am gestrigen 2. November huldigte der Deutschlandfunk mit einem interessanten, aber zum Teil auch problematischen Feature (mp3) von Jörn Klare dem FC Union Berlin, seinen Fans und der Eisernen Untergrundlegende. Neben dem Unioner Urgestein Rudi Terraske, der über den ganz besonderen Geist von Union reflektiert, kommen neben den am kommerziellen Erfolg der Marke Union Berlin arbeitendem Präsidenten Dirk Zingler und einem Vertreter des Sportdirektvermarkters UFA Sports auch der Chronisten Gerald Karpa und Alexander Cierpka, der Mitbegründer der Kampagne Schöner Eisern ohne Nazis (S.E.o.N.), zu Wort. (mehr…)

Die Konstruktion des Anderen und die Angst vor dem Fremden

In Wagners Meistersingern inszeniert der deutscheste aller Komponist_innen einen bürgerlichen Sänger_innen-Wettstreit nach strengen Regeln, in welchem dem modernen Minnesänger und reinblütig adligen, volksdeutschen Ritter Walther von Stolzing der diletantische Sixtus Beckmesser gegenüber gestellt wird. In letzterem fließt all das zusammen, was der deutsche Volkskörper nach Wagner aussondern muß. Ganz im völkischen Geist der national mythischen Gesamtkunstwerk Ideologie wird dem deutschen Adligen mit Verbindung zum quasinatürlichem Grundungsmythos der Deutschen das Andere, nämlich das vermeintlich Jüdische in der Musik, in einem Formalisten und lediglich technischem Kopierer entgegengesetzt. Die Aufgabe, die einmal – zumindest kulturalistisch – dem Judentum zugewiesen wurde, hat heute der Islam übernommen. (mehr…)

Es gibt nur einen Hurricane

Am vergangenen Samstag verprügelte der Greifswalder Sebastian Sylvester den Hamburger Mahir Oral nach Regeln udn gewann haushoch. Diese Titelverteidigung selbst ist nicht erwähnenswert, der Kampfname des ostdeutschen Boxhelden, der sich immer wieder nationalistisch deutschtümelnd inszeniert schon. (mehr…)

Wladimir Kaminer – ein russischer Nationalist in Berlin

Den Vorzeigerussen Wladimir Kaminer mag jeder Deutsche. Er ist witzig. Hat nix gegen Homophobie. Erzählt verrückte Sachen. Hinzu kommt, daß er so einen witzigen Akzent hat. Und wer noch ein besonderes I-Tüpfelchen braucht, der kramt seine jüdischen Wurzeln heraus. Was aber sehr viele vergessen, ist, daß Kaminer seit Jahren immer wieder abstoßende Symphatien zu russischen Nationalbolschewist_innen zeigt und neuerdings auch antisemitisch nationalistische Propaganda in der Russendisko duldet. (mehr…)

Für die jugoslawischen Partisanen

Vladimir Vysotzky sang in den 60iger und 70iger Jahren obwohl er nie im Krieg war über die andere Seite des ruhmreichen Heiligen, dem zweiten Vaterländischen Krieg gegen Nazis und Faschist_innen. Seine Lieder sind persönlich, einfach und entziehen sich der bolschewistisch realsozialistischen Propaganda. (mehr…)

Deutschen- und Fremdenfeindlichkeit, Rassismus sowie ein paar Schwaben

Unbedingt kucken! Vor allem die Jungle World Redaktion sollte sich das definitorische Tohuwabohu rund um rassistisch fremdenfeindliche Deutsch(en)feindlichkeit mal anschauen.