Archiv der Kategorie 'Arbeitskämpfe'

Tschüß und auf Wiedersehen . . .

Vor mehr als drei Jahren haben wir diesen Blog begonnen. Der Protest gegen den Gipfel der G8 in Heiligendamm war nur wenige Monate alt. Die Repression gegen emanzipatorische und antimilitaristische Strukturen wurde durch den Staat mit erfundenen Anschuldigungen eskaliert. Der allererste Beitrag beschäftigte sich deshalb nicht umsonst mit den Festnahmen rund um die sogenannte Militante Gruppe am 31. Juli 2007. Nach drei Jahren zwingt uns die zunehmende Überwachung und Kontrolle sowie die umfaßende Repression, die insbesondere emanzipatorische und kritische Gruppen und Einzelpersonen betrifft, dazu in ein sichereres Netzwerk umzuziehen. Wir haben uns deshalb entschieden trotz der Unterstützung der Betreiber_innen von Blogsport zu Noblogs zu wechseln. (mehr…)

Böller, Kotzen und Besetzungen

Am vergangenen Wochenende sollten die Straßen eigentlich ordentlich zum kochen gebracht werden. Nachdem die Bundesregierung ein Sparpaket gegen Hartz-IV-Empfänger_innen, Familien und Beschäftigte verabschiedet hat, mobilisierten auch einzelne Gewerkschaften und vermeintlich linke Parteien zur Großdemonstration Wir zahlen nicht für eure Krise nach Berlin und Stuttgart. Es kamen einige zehntausend Menschen. Die israelsolidarische Fraktion hatte ebenfalls ein hartes Wochenende, das ihnen gar nicht so neue Erkenntnisse bescherte. Und die freiRaum Bewegung war auch auf der Straße. Der Knaller, im wahrsten Sinne des Wortes, war aber eine ominöse Splitterbombe, die in Berlins Torstraße hochgegangen sein soll, und lediglich zwei Polizist_innen verletzt hat. (mehr…)

St. Precario, Chopin oder Crosby

Zwischen gestern und heute leben die Marginalisierten und huldigen dem Heiligen Precarius und seinen Engeln mit Headseat, Plastikhandschuhen, in Schürzen oder sonstwas. Obwohl heute vielleicht auch ein anderer heiliger, melancholischer Antagonist gefeiert werden könnte. Schließlich jährt sich sein Geburtstag zum 100sten Mal. Oder vielleicht sollte Crosbys Hand geküßt werden? Wahrscheinlich aber wohl besser sein Schläger . . .

„Der Aufruf zum Streik ist unverhältnismäßig.“

Noch gestern wollten die Lufthansa Konzernoffiziellen mit den streikwilligen Piloten von cockpit verhandeln. Allerdings nur, wenn sie den rechtswidrigen Forderungskatalog fallen lassen und nicht länger zur Gesprächsgrundlage machen würden. Hinzu kommt, daß sie offenbar vergessen hatten ihre Kontrahenten im Arbeitskampf persönlich über ihre Gesprächsbereitschaft und neuen Angebote zu informieren. So rennt es sich aber auch schneller zum Landgericht und der mediale Sündenbock ist ebenfalls gefunden. (mehr…)

Give them hope! Give them strength! Give them life!

Seit gestern läuft die Aktionswoche gegen das Betätigungsverbot der Berliner Sektion der Freien Arbeiterunion (FAU). Auftakt war eine abendliche Kundgebung vor dem Filmtheater Babylon. Morgen brauchen die von Knast bedrohten Gewerkschafter_innen Unterstützung beim Landesarbeitsgericht Berlin. Höhepunkt wird die Demo am Samstag vom Roten Teppich der Berlinale zum Babylon sein.

BVG gegen Kapitalimus – Vergesellschaftung ohne Kompromiß!

Scheiß drauf, Stachanow! Geh‘ feiern!

Ein Lied für die proletarischen Spießer_innen, die nichts anderes kennen, als die emanzipierte Arbeit bis an körperliche Grenzen. (mehr…)

Strafbefehl gegen Gewerkschafter_innen

In Deutschland wird vor allem (Un-) Recht gesprochen. Aus politischen Interpretationen und Auslegungen der Heiligen Bücher, mit ganz vielen Paragraphen drin, ergibt sich eine Rechtspraxis, die solch interessante Konstruktionen, wie Verdachtskündigung – eigentlich seit dem römischen Recht über den Grundsatz in dubeo pro reo verboten – und neuerdings die Aufhebung des Gleichheitsgrundsatzes und der Tarifeinheit in einem Betrieb. So darf dann jede_r sich als Lohndrücker_in, Streikbrecher_in und Gelbe Gewerkschaft betätigen. Was das in der Praxis bedeutet, ist zur Zeit im Filmtheater Babylon zu beobachten, das ganz unter dem harten Regiment des Grossman Clans steht. (mehr…)

Neue Formen von Arbeit und kollektiver Organisierung

Der Sektion der Freien Arbeiter Union von Berlin wurde durch das dortige Landesarbeitsgericht schon in der zweiten Instanz verboten sich selbst Gewerkschaft zu nennen und sich als solche zu betätigen. Hintergrund war ein juristische Auseinandersetzung zwischen der Geschäftsführung der Neuen Berlin Babylon GmbH / K&K Kino und Konzerte GmbH der linken Dynastie Grossman und der Betriebsgruppe der FAU am Filmtheater Babylon, welche Arbeitnehmer_innen-Rechte durchsetzen und einen Tarifvertrag abschließen wollte. (mehr…)

Gewerkschafter_innen in den Knast?

ver.di inszeniert Arbeitskaempfe

Im Deutschen Technikmuseum (DTMB) geht der potemkinsche Arbeitskampf offenbar weiter. Aber keiner kriegt’s mit. Und, wie ich aus eigener Erfahrung erleben mußte, wollen der Betriebsrat sowie Jürgen Stahl, der verantwortliche Gewerkschaftssekretär von ver.di, nicht, daß jemand etwas mitkriegt. Heftiger geht es im Filmtheater Babylon ab. (mehr…)