Archiv der Kategorie 'Kunst & Kultur'

Volksfest, Opfer und Pensionen

Eigentlich wollte ich zur Duisburger Loveparade nix schreiben. Dazu gibt es genügend und sehr gute Analyse bei verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften und in den sozialen Netzwerken. (mehr…)

„Aber Du doch nicht, Mama, oder?“

Das sagt der kleine Musti zu seiner Mutter und durchbricht so – nicht nur mit seinen vielen Warum – eine antideutsche Hysterie der nicht nur sexuell neuerwachten Fricka. Mit dieser emotionalen Feststellung eines kleinen Knochenmannes wird die irrationale Abgrenzung durch eine liebevolle Inklusion ersetzt. (mehr…)

Afrikaans ist keine Rassist_innensprache!?

In der kulturzeit bei 3sat gab es gestern ein ganz besonders rassistischen Leckerbissen. Mit stolzer, weißer Brust präsentierte der mehrfach ausgezeichnete evangelikale Nachwuchsjournalist Carsten Behrendt eine burische Band, die Afrikaans – die Sprache der Nasionale Party – vom Stigma der kolonialen Unterdrückersprache befreit haben soll. Und zwar indem sie Elektropop machen, den auch Nicht-weiße Afrikaner mögen. (mehr…)

Saviano ist längst tot!

Roberto Saviano wurde mit seinem Buch Gomorrha sehr berühmt. Spätestens seit dem gleichnamigen Film ist er auch weltweit zum Helden im Kampf gegen die Mafia geworden. Sein Buch erschien 2006 in Italien. Zwei Jahre später folgte der Film. Seit sein Bekanntheitsgrad ins Unermeßliche gestiegen ist, befindet er sich auf der Flucht vor der napolitianischen Mafia. Seine inszenierte Heldengeschichte findet aber nicht nur Zustimmung. Die Kritik an ihm wächst seit einiger Zeit zu und nimmt bedrohliche Züge an. Neben den wütenden Tiraden von Berlusconi und seinen Patrones mischt nun auch der linke Soziologe Allesandro Dal Lago im Chor der Kritiker_innen mit. Seine Gedanken sind aber durchaus bedenkenswert. (mehr…)

Dein Kiez mein Block #3

Nach 2009 zum Dritten Mal im tristeza. Heute Infoveranstaltung und am nächsten Montag die open Fenster Konzerte engagierter und politischer HipHop Bands. Besonders spannend find‘ ich sookee und ihren Hit pro homo. Stimmt super auf den trangenialen CSD am 26. Juni ein, der nach dem homophoben Angriff in Treptow um so wichtiger ist.

„Ich Religion dir auch gleich eine!“

Mit Religion hat der Kopftuch- und Verschleierungsfetisch im Iran wenig zu tun. Vielmehr wollen die Wächter_innen den patriachalen Machtanspruch der Mullahs repressiv und im öffentlichen Raum sichtbar sakral untermauern. Sie zementieren damit mit einem aufwendigen intellektuellen, theologischen und abergläubischen Spektakel die Entrechtung der Frau. (mehr…)

Kreuzberg – Immer noch in der Hand von altlinken Ideologen

Der große Menschenfreund Nicolas Berggruen ist wahrhaftig ein ganz Großer. Vor ein paar Tagen rettete er die Karstadt Mitarbeiter_innen, jedoch ohne einen Plan zu haben, was er mit ihnen anstellen soll. Beim Künstlerhaus Bethanien hatte er es schon einfacher. Die mußten nämlich vor anarchistischen Linksautonomen gerettet werden, die immer wieder die Kunsträume angriffen, Dinge stahlen und überhaupt sich völlig nonkonformistisch dem Schalten und Walten des honorigen Ex-Ostlers Christoph Tannert widersetzten. Das Deutschlandradio (mp3) widmete sich dem Umzug und zeichnete ein verqueres Porträt des diktatorischen Kunstmanagers. (mehr…)

Marcel Reich-Ranicki zum 90.

Deutschland als Kulturnation, wie es Goethe und Schiller erdacht haben, wer stünde heute besser dafür als Marcel Reich-Ranicki, der heute seinen 90. Geburtstag feiert? Wobei feiern in diesem Zusammenhang eher ein Euphemismus ist, schließlich ist es eine schreckliche Sache 90 Jahre alt zu werden. Die deutsche Kulturnation, allen voran in Person von Anna Seghers, war es auch, die ihm durch die schlimmsten Verbrechen des volksnationalistischen Deutschtums hindurchhalfen und die ihn dazu veranlasste in das Land der Täter zurückzukehren. Was dann begann war eine einzigartige Karriere als Literaturkritiker, die, wie es Stephan Wackwitz beschreibt, aus dem literatur-historischen Kontext betrachtet werden muss und in dieser Form wohl nicht wiederkehren wird. Damit wird die Welt wieder ein Stück unübersichtlicher, sein Humor, seine Bissigkeit und seine unbestechliche Art fehlen schon jetzt, da kann ein Dennis Scheck noch so viele Bücher mit Schwung dem Abgrund entgegenschleudern. (mehr…)

Behind the mask – Aus dem Inneren der P.I.R.A.

Morgen abend wird in der Lunte die Dokumentation Behind the mask wahrscheinlich von Peter Martin aus dem Jahr 1991 gezeigt. Im streßfaktor ist zwar 1988 als Veröffentlichungsjahr aufgeführt. Ich denke aber, daß Peter Martins selten gezeigte Doku mit umstrittenen Innenansichten aus dem republikanischen Befreiungskampf gemeint ist. Thema der Dokumentation aus einer republikanischen Sicht ist der Alltag der militärischen Besatzung und des Widerstandes dagegen. (mehr…)

Die jüdische Farbe des Comics

Tolle Bilder! Super Geschichten. Unbedingt hingehen! (mehr…)