Archiv der Kategorie 'Literatur'

Dem Revoluzzer Jesus zum Geburtstag!


von rathergood via lyzis und es gibt noch (mehr…)

Vom Drang dazu zugehören und andere auszusondern

Mit dem Pamphlet Die Herrschaft der Kolportage verteidigt sich der ça ira Verlag und die ihr nahestehende AG Kritische Theorie gegen den Ausschluß aus der Linken Literaturmesse Nürnberg. Informativ, erfrischend und durchaus lesenwert wird ihr Standpunkt klar und provokant erläutet. Einzig der Seitenhieb gegen die profilneurotische Bloggerszene paßt nicht recht zum Rest der Erklärung. Denn diese Attacke wird undifferenziert diffarmierend und bösartig denunzierend geführt. (mehr…)

Kultivierte Natur? Zivilisatorische Kulturlandschaften!

noborder Alex MacLean, ein Pilot und Fotograf, hat ein erstaunliches Buch vorgelegt. Gestern wurde es bei Titel, Thesen, Temperamente vorgestellt. Over – Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft beschreibt eindrücklich die totale Aneignung der Natur und Kultivierung einer seriellen Zivilisation der Vereinfachung. (mehr…)

Dalai Lama, der Fall eines Gottkönigs

Dalai Lama Im neuen Antiberliner gibt es einen sehr guten Artikel zum Thema Tibet, dem Dalai Lama und zur romantischen Verklärung um die tibetanische Befreiungbewegung. Die Mär vom vorchinesischem Paradies auf dem Dach der Welt wird eindrucksvoll entlarvt und in den propagandistischen Kampf der tantrischen Mönchskaste um ihre Macht eingeordnet. (mehr…)

Fortress Europe!

No Fortress Europe!

A huge castle grew on the ground of a big antique cemetery. Sometimes a little soul came out and flew to heaven. Ruins laid around the walls. I thought they were from an old theatre in the south of Europe. Mountains and water protect the castle. But it was not enough. Some giant soldiers armed in modern weapons stood beside an enormous gate. They couldn‘t say anything. They were just murderers. (mehr…)

„Neuer Anarchismus“ in den USA

Neuer Anarchismus in der USA, Seattle und seine Folgen Seit der Schlacht von Seattle erfreut sich die anarchistische Bewegung in den Vereinigten Staaten erstaunlicher Aufmerksamkeit. Die Diskussion scheint recht bunt und kontrovers geführt zu werden. In dem Buch „Neuer Anarchismus“ in den USA, erschienen im Unrast Verlag, setzt sich Gabriel Kuhn mit den Texten und Impulsen dieser Bewegung auseinander. Er führt in einem Vorwort in die Geschichte des Anarchismus vor und nach Seattle ein, um in den weiteren fünfzehn Kapiteln relevante Texte für einzelne Strömungen und Phänomene vorzustellen und diese als Übersetzung dem deutschsprachigen Diskurs zu öffnen. (mehr…)

Gelesen (5): Die Zukunft des Staates – vom klassischen Liberalismus zum libertären Sozialismus

Zukunft des Staates Heute möchte ich das Buch „Die Zukunft des Staates“ des amerikanischen Wissenschaftlers, Aktivisten und Anarchisten Noam Chomsky vorstellen. Der Text des Buches entstand während eines Vortrags im New Yorker Poetry Center am 15. Februar 1970 – hat aber nach wie vor kaum etwas an seiner Aktualität verloren. Der Text wird durch ein Interview vom 24. März 2005 mit Noam Chomsky in Berlin ergänzt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil beschäftigt sich Chomsky mit den Ideen des klassischen Liberalismus, im zweiten Teil geht er darauf ein, wie sich aus dem Liberalismus der libertäre Sozialismus ableiten lässt. Im dritten Teil geht es um Staatssozialismus und -kapitalismus, also einerseits um Planwirtschaft sowjetischer Machart, andererseits um den von Konzernen und der privaten Machtelite gelenkten totalitären Kapitalismus westlicher Prägung. (mehr…)

Gelesen (4): Abschalten. Das Anti-Medien-Buch

Abschalten'' class= In unserer am 19. Februar gestarteten Literaturreihe sind bisher zwei Romane und ein Krimi erschienen. Als erstes Sachbuch in dieser Reihe macht nun Hektor Haarkötters medienkritisches Buch „Abschalten“ den Anfang.

Der Mensch ist ständig von Medien umgeben. Der Übergang von einer oralen Kultur mir direkter Kommunikation zu einer Schriftkultur mit überwiegend indirekter Kommunikation hat sich längst vollzogen. Studien zufolge verbringen die Menschen in Deutschland durchschnittlich 10 Stunden am Tag mit der Nutzung von Medien. Hektor Haarkötter, selber Fernsehjournalist und freier Autor, hat sich diesem auch politisch bedeutsamen Thema angenommen und eine profunde Medienkritik herausgebracht. Nacheinander arbeitet er sich an den Medien Buch, Zeitung, Fernsehen und Internet ab und stellt dabei die Protagonisten der Medienkritik der letzten Jahrhunderte vor. Haarkötter geht es in seinem Buch keineswegs darum die positiven und negativen Eigenschaften der verschiedenen Medien herauszuarbeiten. Im Vorwort stellt er klar, dass die Kommunikationsmittel sicher auch eine aufklärerische Wirkung haben und für die Menschen von großem Nutzen sein können, in seinem Buch möchte er aber die negativen Medieninterpretationen beginnend bei Platon bis in die heutige Zeit nachzeichnen. (mehr…)

Gelesen (3): Der Fremde

Der Fremde Die Konfrontation des Individuums mit der Gesellschaft wird in diesem Roman von Albert Camus thematisiert. Das Individuum in dieser Geschichte ist ein antriebsloser Mann, der sich nicht im Geringsten für seine Umwelt interessiert und dem die Anstrengung nachzudenken offenbar zuwider ist. Die Beerdigung seiner Mutter betrachtet er als einen formalen Akt, ob er seine Geliebte heiratet oder nicht ist ihm gleichgültig und seinem offensichtlich gewalttätigem Nachbarn leistet er Hilfe. Alltägliches und Banales sind das einzige, worüber der Protagonist nachzudenken vermag. Alles was darüber hinaus geht und ihn nicht direkt tangiert ist ihm gleichgültig. (mehr…)

Gelesen (2): Tannöd

Tannöd„Tannöd“, ein Krimi von Andrea Maria Schenkel, hat sich sehr lange in den deutschen Bestenlisten (gemessen an den verkauften Exemplaren) gehalten und musste sich nur von Harry Potter geschlagen geben. Ein äußerst erfolgreiches Buch also, aber es fragt sich schon warum. Sicher, das Buch ist spannend, ziemlich originell in der Handlung und am Ende kommt der für jeden Krimi obligatorische Aha-Effekt. Sprachlich ist der Krimi ausgereift, die Monologe der zahlreichen Charaktere sind sehr realitätsnah dargestellt. Aber das allein reißt wohl niemandem vom Hocker und kann schwer der Grund für den gewaltigen Erfolg sein. (mehr…)