Archiv der Kategorie 'Smash Homophobia'

Christen, Nazis und die Polizei

1000 Kreuze in die Spree 2010

Am vergangenen Samstag zogen 500-600 christliche Fundamentalist_innen, neurechte Nationalist_innen, christlich-nationalistische Politsekten und Nazis mit Kreuzen bewaffnet durch Berlins Mitte. Einige Hundert Polizist_innen schützten den mittelalterlichen Aufzug. Gegendemonstrant_innen begleiteten den Marsch der Christ_innen lautstark und kreativ. Der Bundesverband Lebensrecht (BvL), der den Marsch ausrichtete, behauptet zwar 2.000 (!) Lebensschützer_innen gesehen zu haben, muß wohl aber seinen widerlichen Mob, die Polizist_innen und die Anti-Lebensschützer_innen mitgezählt haben um auf eine solche Zahl gekommen zu sein. Naja, egal! Hier ein paar Fotos und zusätzliche Informationen zu einigen Protagonist_innen der Lebensmarschierer_innen. (mehr…)

„Gott pisst euch voll!“

Gestern wollten christliche Fundamentalist_innen, rechtskonservative Christdemokrat_innen, christlich-nationalistische Politsekten und andere sogenannte Lebensschützer_innen trauernd durch Berlin marschieren. Gegen diese Veranstaltung formierte sich ein breites Bündnis feministischer, antifaschistischer und antisexistischer Gruppen und konnte sowohl die Kundgebung als auch den Marsch empfindlich stören. (mehr…)

Wo sind all die Ultràs hin . . .

Ultras Jetzt geht es wieder los. Fans, Ultràs, Hooltras und was weiß ich, was es noch so an mehr oder weniger organisierten Fanstrukturen gibt, reisen bundes- und europaweit durch die Gegend. Am sichtbarsten werden allerdings vor allem die männerbündnerischen Gruppen sein. Bei ARD, ZDF, Sky und Sport1 dagegen werden süße Kinder, gestylte Frauen und wandelnde Fanshops gezeigt werden. Ultràs und Konsorten sind eher anti-fotogen und stören das Image vom Fußballvolksfest. Und wie jede neue Saison werden zwei Themen den Diskurs jenseits der kommerziellen Verwertung des Fußball dominieren. (mehr…)

Für die Politisierierung des CSD

Die Christopher Street Day Organisator_innen ziehen sich inbesondere in Berlin ganz apolitisch aus den aktuellen politischen Diskussionen zurück und argumentieren lieber kulturalistisch, wertkonservativ und eurozentristisch gegen andere marginalisierte Gruppen. Das sie so aber dennoch für Nazis ein Ziel bleiben, zeigte eine angekündigte Kundgebung der NPD in Mannheim. Diese sorgte, obwohl sie doch kurzfristig abgesagt wurde, für eine (antifaschistische) Politisierung des Christopher Street Days zumindest in Mannheim und Ludwigshafen. (mehr…)

Judith Butler – Kämpferische Imperative, Abgrenzungen, Bündnisse und Netzwerke

Als Teil einer offenbar globalen, antiisraelischen, vor allem aber kritischen neuen jüdischen Linken, die das weltweit lebende jüdische Volk – ganz antinational und antiimperialistisch – in seiner Demografie verstehen und die komplexe Geschichte analysieren möchte, argumentiert Judith Butler in einem aktuellen Interview mit der Jungle World mit paradoxen und sich zum Teil widersprechenden Worthülsen. Da fließt so einiges Widerliches im Kampf gegen Rassismus, Kulturalismus und vor allem in dem gegen Diskriminierung und Gewalt zusammen. Da bleibt oft nur ein Kopfschütteln. (mehr…)

„Soccer is a gay sport!“

Zu Beginn des FIFA World Cup in Südafrika outete Andreas Hartmann mit homophoben Klischees und bösartig in der Jungle World das vermeintlich schwule Pärchen Joachim Löw und Manuel Neuer. Jetzt legt Michael Becker, der immer zu einer Beleidigung bereite rassistische Spielerberater von Michael Ballack, nach und droht mit einem Zwangsouting von maßgeblichen Spielern der deutschen Nationalmannschaft. Wie im Spiegel zu lesen war, soll in den nächsten Wochen die Schwulencombo und damit die schwule Verschwörung gegen Michael Ballack – den Hetero-Männlichkeitsbolzen, Knöchel der Nation und Looser der WM – aufgedeckt werden. (mehr…)

Schwuchteln, Schwule und andere Menschen – Homophobie im Fußball

Im Fußball sind homophobe Beschimpfungen immer noch an der Tagesordnung. Spieler_innen müssen sich männlich benehmen.Sie sollen kämpfen und sich für die Mann_Schaft kollektiv aufopfern. Als Belohnung winkt Ruhm, Ehre und Massenzärtlichkeit. Letzteres finde ich übrigens durchaus symphatisch, aber die latente Homphobie, die selbstverständlich zumeist die Gegner_innen betrifft, ist mehr als widerwärtig. Diese Ausgrenzungsmechanismen lassen sich aber, wie Judith Butler bei ihrer Ablehnungsrede zum CSD Zivilcouragepreis, zahlreichen Organisationen betonten, nicht von rassistischen, islamophoben, nationalistischen und vermeintlich kulturellen Exklusionen trennen. (mehr…)

Queere, transgender Mucke aus Jugoslawien

. . . mit einem süßen Gruß an alle Jugos auf dem Balkan!

„Ich bin schwul, und das ist auch gut so“

Auf diesen Satz warten schwule Fußballfans seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten. Insbesondere in Zeiten einer heteronormativen Euphorie für männliche Nationalmannschaften, welche einer (national-) staatsbürgerlichen Biopolitik folgt, die den Körper diszipliniert und heteronormalisiert, aber explizit homoerotische Gesten sowohl auf dem Platz als auch beim Publikum entfacht, wird es endlich Zeit, daß sich ein_e aktive_r Spieler_in outet. Das dies, wenn es von außen kommt, aber auch tendenziell schwulenfeindliche Formen annehmen kann und so heteronormative Klischees über Homosexuelle bestätigt, zeigt der aktuelle Beitrag von Andreas Hartmann im WM Studio der aktuellen jungle World. (mehr…)

Fußball mal anders – Wahnsinns Filme und Veranstaltungen im Abseits

In wenigen Tagen geht es los. Nationalfahnen wehen schon. Nach Ballacks Ausscheiden nach einem Foul von Boateng, dem eine Ohrfeige des arischen Recken voranging, probte der deutsche Pöbel erste xenophobe und rassistische (Verbal-) Exzesse sowie vermeintliche Passionsmythen. Aber es gibt ein antinationales Ersatzprogramm während des FIFA World Cups. Im tristeza gibt es Infoveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Homophobie und Rassismus im Fußball, Repression gegen Fans usw. Außerdem werden Filme gezeigt. Veranstalter_innen ist Roter Stern Berlin und die Kampagne love sport – hate neonazism. In der Lunte zeigt die Brigata Amaranto 25 Aprile ebenfalls immer Dienstags Filme zum Thema Sexismus, Ultràs und Nazis im Fußball. (mehr…)