Archiv der Kategorie 'Termine'

Veranstaltungsreihe zu Jugend, Revolte und sozialer Kontrolle

Vor ein paar Tagen lief bei arte die ganz besonders interessante Doku Für eine andere Welt über die Jugendunruhen und -aufstände, die insbesondere die europäischen Großstädte betraf. In einzelnen Interviews mit beteiligten Aktivist_innen und (marxistischen) Theoretiker_innen wurde immer wieder auf das Versagen der parlamentarischen Demokratie im Allgemeinen und den Politik-Bürokrat_innen im Besonderen verwiesen. Die Veranstaltungsreihe Risikozone Jugend – Neue Lust am Strafen setzt sich mit einem ähnlichen Thema auseinander. (mehr…)

„Tatort Buchladen“ – Kriminalisierung von Info- und Buchläden

Solidarität mit durchsuchten Buchläden In Berlin wurden in den letzten Monaten immer wieder emanzipatorische Info- und Buchläden durch die Sicherheitsbehörden durchsucht. Zumeist ging es dabei um irgendeine Ausgabe der Interim oder anderer freier Veröffentlichungen. Betroffen sind regelmäßig der Infoladen M99, die beiden Buchläden Schwarze Risse in Kreuzberg und Berlins schickem Prenzlauer Berg, der OH21 in der Oranienstraße und der Antifa Infoladen Red Stuff. Wir hatten selbst mehrfach über die absurden Vorwürfe und die Kriminalisierung aktiver, emanzipatorischer Strukturen berichtet. (mehr…)

Was heißt hier Junk Words?!

Auf der letzten Seite des Dschungels in der Jungle World, wo sonst die Comic Strips zu finden sind, ist jedesmal ein kryptischer Satz geschrieben, den kein Mensch so richtig kapiert. Selbst die Zeichner_innen waren lange ahnungslos, wie der Bigbeatland Comicautor und Parteigründer Andreas Michalke in einem Kommentar auf diesem Blog vor einiger Zeit bewies. Dieses Dilemma hat sich nun aufgelöst. Und nach der Eröffnung der Ausstellung Junk Word in der Galerie Knuth & Krüger der drei Zeichner_innen des Dschungels und der aktuellen Homestory sollten es dem ein oder anderem nun auch klar sein. Dieser zuweilen äußerst dialektische, beinah schon metarealististische, in jedem Fall ominöse Satz, der den Comicstrips ein Motto zu geben vorgibt, haben die Jungle World Leser_innen den Lektor_innen zu verdanken. (mehr…)

Gegen rassistische Konstruktionen und Zuschreibungen

Veranstaltungsreihe Playing in the dark oder Die Rassismus-Falle der Werkstatt der Kulturen, empfohlen vom Schwarzen Blog (mehr…)

Fankultur verteidigen!? Gemeinsam demonstrieren?

Morgen werden in Berlin verschiedene Fan- und Ultràgruppen gegen Repression und Kommerzialisierung des Fußball und für den Erhalt einer bunten, heterogenen sowie vielseitigen Fankultur auf die Straße gehen. Die Demonstration soll der Auftakt einer Kampagne Zum Erhalt der Fankultur sein. Neben der Liste der Unterstützer_innen, die sich zumeist aus Ultràgruppen jeglicher Couleur und Ausrichtung zusammen setzt, wächst auch die Zahl der Kritiker_innen. (mehr…)

Im November ins Wendland!

Castor schottern

Die Atomindustrie macht (zivilrechtliche) Verträge mit der bundesdeutschen Regierung und sichert sich Steuereinsparungen auch nach einem Regierungswechsel in Berlin. Stadtwerke, ökologische Stromanbieter_innen und freie Projekt werden marginalisiert und an den Rand ihrer Existenz gebracht. Die einzigen Oligarchen Deutschlands haben vorerst gewonnen. Doch die rechnung ist noch nicht präsentiert! (mehr…)

„Dort, unter Deutschen, hat er keinerlei Verfolgung mehr erlebt.“

In der letzten Ausgabe der Jungle World wurde die Autobiographie von Arye Sharuz Shalicar besprochen. Der jüdische Iraner, der in Berlin aufgewachsen ist, nach der Schule nach Israel ging und heute Sprecher der israelischen Armee ist, erzählt darin seine Leidensgeschichte in Deutschland im Allgemeinen und im migrantisch arabisch dominierten Wedding im Besonderen. Im Zentrum des Buches steht die antisemitische Erfahrung als junger Mann, die Shalicar in seinem arabischen Freundeskreis erfährt, als diese bemerken, daß er nicht nur Iraner ist, sondern auch Jude. Der Antisemitismus der weißen Deutschen kommt kaum vor. Die Mehrheitsgesellschaft im Umkreis von Shalicar ist eine migrantische und arabisch. (mehr…)

Ein Freier Demokrat auf freiheitlichen Spuren

Bernd Matthias Jotzo ist Mandatsträger im Berliner Abgeordnetenhaus für die FDP. Schon aus Tradition lehnt er die Beschränkung der individuellen Rechte des Einzelnen grundsätzlich ab. Extremist_innen kann er ebenfalls nicht leiden. Wenn beides zusammenkommt, wird es schwierig. Dann wiegt aber eines schwerer – die Freiheit. Und deshalb hat Jotzo kein Problem, wenn Nazis marschieren, ihre Menschenfeindlichkeit und Rassismus in den öffentlichen Raum tragen sowie offensiv Migrant_innen denunzieren. (mehr…)

Nazis, Überfremdung und Polizeigewalt!

Am Samstag marschieren nicht nur christliche Fundamentalist_innen und nationalistische Kulturkämpfer_innen, sondern auch Nazis wollen auf den Schnellzug der Integrationsdebatte aufspringen, die eigentlich eine kulturalistische und rassistische Leitkultur- sowie ökonomische Selektionsdebatte ist. Außerdem erinnern Angehörige des von Polizist_innen erschossenen Dennis und das Bündnis no justice no peace an tödliche Polizeigewalt. (mehr…)

Bunt und laut gegen 1.000 Kreuze!

Am nächsten Samstag werden wie schon seit einigen Jahren christliche Fundamentalist_innen, nationalistische Christ_innen und erzkonservative Körperfeinde gegen die sexuelle Selbstbestimmung der Menschen im Allgmeinen und von Frau im Besonderen demonstrieren. Ihr sogenannter Marsch für das Leben richtet sich gegen einen vermeintlichen Massenmord an ungeborerenem Leben, den sie shoarelativierend zum Teil Babykaust nennen, durch imaginierte Massenabtreibungen. Hierbei vermischen sich mittelalterliche Sexual- und asketische Moralvorstellungen mit (sarrazin’schen) Überfremdungsängsten, die prophetisch dämmlich einen apokalyptisch überhöhten, nahen Volkstod phantasieren. (mehr…)